In einem aktuellen Vorstellungs-Video auf dem Instagram-Kanal der Staatskanzlei über den Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß erwähnt jener, dass sein Lieblingscafé und ein „Geheimtipp“ das Café seiner Parteigenossin Sylva Rahm-Präger, auch SPD-Landtagsabgeordnete, sei. Heiko Miraß kandidiert zudem als Landrat für Vorpommern-Rügen. Dazu erklärt der finanzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Martin Schmidt:

„Wenn ein Staatssekretär ein Café seiner eigenen Parteifreundin als ‚Geheimtipp‘ anpreist – und das auch noch in einem offiziellen Video der Staatskanzlei –, dann ist das nichts anderes als versteckte Schleichwerbung auf Steuerzahlerkosten. Hinzu kommt, dass Heiko Miraß als Landrat für Vorpommern-Rügen kandidiert. Wird hier etwa auf ebenfalls auf Steuerzahlerkosten Wahlkampf gemacht? Ob rote Dreistigkeit oder mangelnde Sensibilität: Das Video hat auf dem Kanal der Staatskanzlei nichts zu suchen. Heiko Miraß soll sich seinen Wahlkampf selbst finanzieren und nicht den Bürger auf der Tasche liegen. Für den Landesrechnungshof sollte dies Anlass genug sein, alle Kanäle der Landesregierung genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Hier wird, wie schon beim Vorgänger, der eigene Parteifilz gepflegt. Das Amt des Vorpommern-Staatssekretärs gehört abgeschafft. Das spart dem Steuerzahler bares Geld und sein Fehlen bemerkt man wohl nur in den Kassen SPD-naher Organisationen. Für einen Grüßaugust von Schwesigs Gnaden und Wahlgeschenkeüberbringer braucht es keinen teuren Posten. Gut für Herrn Miraß: Dann hat er noch mehr Zeit, in seinem Lieblingscafé bei seiner Parteigenossin auf Tuchfühlung zu gehen.“