Paul Timm, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, übt scharfe Kritik an der geplanten Gründung der „MV Tourismus GmbH“:

 „In seiner personellen Zusammensetzung war der TMV auf jeden Fall unabhängiger als die GmbH, die Sie heute auf den Weg bringen wollen. Das eigentliche Problem war nicht die Struktur, sondern die mangelhafte Finanzierung durch das Land. Statt die wiederholt kritisierte Vorfinanzierung durch eine solide Grundfinanzierung zu ersetzen, wählt die Landesregierung den Weg des Systembruchs – zulasten von Fachkompetenz, Transparenz und Vertrauen in der Branche.

Die neue GmbH wird vollständig in Landesträgerschaft geführt. Der Wirtschaftsminister übernimmt einen der drei Aufsichtsratssitze – eine Machtausweitung. Mit der geplanten ausschließlichen Trägerschaft des Landes entsteht eine verstaatlichte Struktur ohne Erfolgsdruck und mit weniger Transparenz. Statt Kontrolle von außen dominiert nun das Ministerium. Das Tourismusgesetz bleibt ein Desaster.

Statt neuer staatlicher Experimente brauchen wir echte Tourismusförderung: Schluss mit dem inflationären Tourismusort-Stempel! Stattdessen gezielte Unterstützung für Kur-, Heil- und Seebäder sowie touristische Leuchttürme. Die Tourismusakademie muss endlich mit Substanz gefüllt werden, und Rot-Rot darf sich bei der Debatte um die Ferientermine nicht wegducken.“