Vertreter der Bürgerrat-Initiative „Bildung und Lernen“ übergaben am Montag der Bildungsministerin eine Liste ihrer Vorschläge für eine vermeintlich gerechtere und lebensnahe Bildung. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult:

„Die gerade wieder erhobene Forderung nach Abschaffung der Hausaufgaben und Noten passt zur fatalen Tendenz, stetig Anforderungen zu senken, Inhalte weiter auszudünnen und Bewertungsmaßstäbe zu reduzieren. Dies als schülerfreundlich zu verstehen ist falsch.
In Anbetracht zurückgehender Befähigungen ist umgekehrt richtig: Ermutigung, sich anspruchsvollen Herausforderungen zu stellen, erzieherische Motivation zur Leistung und Begleitung in die wichtige Erfahrung, dass Selbstüberwindung zum Erfolg führt.

Unterricht und Erziehung müssen zu einer Einheit zurückfinden, maßgeblich getragen durch die Vorbildfunktion der Lehrer, die für guten Unterricht interessante Angebote entwickeln. Schülerwünsche sind wichtig, aber Bildungsziele hat nach wie vor die Institution Schule anforderungsorientiert zu bestimmen. Mehr Bequemlichkeiten können nicht das Ziel sein.
Denn: Unser Land braucht gute Facharbeiter ebenso wie kluge Studenten, und die einen wie die anderen sollten eigenverantwortlich handeln und belastbar sein, ihre Ausbildung durchhalten und gute Abschlüsse erreichen, um dann in der Praxis zum einen nützlich zu wirken und zum anderen ihre persönliche und familiäre Existenz selbständig sichern zu können. Die pädagogisch geschickte Befähigung zur Selbstüberwindung und die Entwicklung von Haltung und Anspruch überfordern nicht. Im Gegenteil: Genau das hilft, Überforderungssituationen zu vermeiden.“