Die Fraktionsvorsitzende der Linken warf der AfD vor, die Bewerbung um das UNESCO-Welterbe aufgrund einer Veranstaltung im Schweriner Schloss zu sabotieren. Zeitgleich soll nun in die Geschäftspraktik der Schweriner Schloss Restaurant GmbH (SSR) eingegriffen werden. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zum Thema Welterbe wird hingegen deutlich, dass eher die zaghaften, finanziellen Bemühungen einer erfolgreichen Bewerbung im Wege stehen. Dazu erklärt der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion und Mitglied im Aufsichtsrat SSR GmbH, Martin Schmidt:

 „Demokratischer Meinungsbildungsprozess, Fraktionsautonomie und eigene Veranstaltungen sind wohl nichts für die Linken. Es ist grotesk, der AfD nun Stricke daraus drehen zu wollen, dass man außerhalb der Wahlkampfzeit – wie immer schon – Veranstaltungen im Schloss abhält. Noch wahnsinniger ist es zu glauben, dass die Prüfer der UNESCO gegen ihre sachlichen Kriterien verstoßen und aufgrund irgendeiner Oppositionsveranstaltung Welterbetitel nicht vergeben. Dadurch schafft die Linke selbst eine öffentliche Aura des Misstrauens und erinnert mit ihrem Gebaren an dunkle Zeiten als noch irgendwelche Ideologen entschieden, was Kultur ist und was nicht.

Die Schweriner Schloss Restaurant GmbH lebt auch von solchen Veranstaltungen. Die Jahresabschlüsse sehen nicht gut aus und sind seit je her negativ. Löhne könnten, für viele geringfügig Beschäftigte auch noch nach oben gehen. Das wollten die roten Parteien doch angeblich mit dem Slogan ‚Gute Arbeit – Gute Löhne‘ erreichen. SPD und Linke bekommen dies jedoch nicht einmal im eigenen Haus hin und an dem Ort, an welchem sie mittags zu Tische gehen. Nun der Schlossgastronomie Aufträge und damit Gelder zu entziehen, schadet dem Landesunternehmen. Letztendlich bräuchte es noch mehr Aufwand aus der Landeskasse, um die defizitäre Schlossgastronomie am Leben zu erhalten, wenn Veranstaltungen künftig aus politischen Gründen abgesagt werden.

Um die 300.000 Euro steuerte die rot-rote Landesregierung in den vergangen zwei Jahren lediglich für das Welterbeprojekt bei. Läppische 5.300 Euro gab es für Öffentlichkeitsarbeit. Das ist die wahre Sabotage. Statt das Landesmarketing in den Ring zu schicken und die engagierten Vereine mit Mitteln zu unterstützen, wurde gepennt. Die AfD steht auf keinen Fall als Sündenbock bereit. Unsere Anträge für mehr Einsatz zum Welterbe wurden abgelehnt. Unsere formulierten Vorschläge und Warnungen wurden ignoriert.“

Redaktioneller Hinweis:
https://www.dokumentation.landtag-mv.de/parldok/dokument/57263/unterstuetzung_des_landes_mecklenburg_vorpommern_fuer_die_welterbe_bewerbung_der_landeshauptstadt_schwerin.pdf