Laut einer aktuellen Studie des Max-Planck-Institutes leben die Menschen in den alten Bundesländern durchschnittlich länger als Frauen und Männern in den neuen Bundesländern. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

 

„Die Studie stellt eindrucksvoll dar, wovor wir schon immer gewarnt haben: Die Schere zwischen Ost und West klafft immer weiter auseinander. Mecklenburg-Vorpommern leidet unter einer vergleichsweisen hohen Arbeitslosenquote und den geringsten Löhnen in Deutschland. Zudem ist eine strukturelle Schwäche beim Thema Bildung, Kinderbetreuung und Industrie festzustellen.

 

Viele Menschen leiden unter Sorgen und akuten Zukunftsängsten. Gerade angesichts des Rentenniveaus werden die gravierenden Unterschiede deutlich. Ein geringes Lohnniveau kann Auswirkungen auf Konsum und Einkauf haben. Der Gang zum regionalen Bioladen für viele bloße Utopie. Das alles kann krank machen, das alles hat Auswirkungen auf das Leben der Menschen in MV!

 

Doch damit nicht genug, der anhaltenden Kommerzialisierung des Gesundheitswesens fallen immer mehr kleine Krankenhäuser, Geburtsstationen und Arztpraxen zum Opfer. Gerade im ländlichen Raum fatal! Lange Strecken zur ärztlichen Versorgung erhöhen das Risiko zusätzlich.

Somit verwundern die Ergebnisse der Studie kaum. Eines machen die Zahlen aber klar: Die Lebensbedingungen in Ost und West müssen endlich angepasst werden. Es ist eine Schande, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung solch fatale Unterschiede herrschen. Wir müssen uns einer weiteren Spaltung der Gesellschaft aktiv erwehren. Das Ergebnis der Studie ist vor allem aber auch ein Armutszeugnis für die Landesregierung und insbesondere für die SPD, welche schon lange ihr soziales Profil verloren hat.

 

Dagegen setzt sich die AfD-Fraktion aktiv für die Angleichung der Lebensbedingungen ein. Eine gerechtere Bezahlung für Pflegekräfte und Erzieher, Willkommenspakete für Neugeborene, eine Neustrukturierung der Wohlfahrt, die Angleichung des Rentenniveaus, der Erhalt von regionalen Geburtenstationen und die gezielte Anwerbung von Landärzten sind dabei nur wenige Anträge, welche wir in den Landtag eingebracht haben und welche die Altparteien abgelehnt haben. Das Ergebnis dieser Politik sehen wir nun in der Studie des Max-Planck-Institutes.

 

———————————————————-

Kontaktdaten der Pressestelle

Pressesprecher: Philip Hentschel

Telefon: 0385 – 525 1780

E-Mail: presse@afd-fraktion-mv.de