In Mecklenburg-Vorpommern sind Ermittlungen wegen des Verdachts eingeleitet worden, dass Jugendliche im Internet massiv psychisch unter Druck gesetzt und zu Selbstverletzungen aufgefordert wurden. Dazu erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der AfD, Petra Federau:
„Die eingeleiteten Ermittlungen der Polizei sind alarmierend und ein politischer Weckruf! Wenn Jugendliche systematisch beleidigt, bedroht, genötigt und unter psychischen Zwang gesetzt werden, um sich selbst zu verletzen, dann handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein zunehmendes Versagen beim digitalen Kinder- und Jugendschutz.
Dass erste Kontakte offenbar über Onlinespiele entstehen und sich der Druck anschließend über Messenger und Plattformen massiv steigert, zeigt: Unsere Kinder bewegen sich in digitalen Räumen, die weitgehend ungeschützt sind. Der Staat schaut zu – zu oft und zu lange. Dabei erschüttert das Alter der Kinder von 14 bis 16 Jahren.
Der aufsehenerregende Prozessbeginn in Hamburg gegen den sogenannten ‚White Tiger‘ macht deutlich, wohin solche Dynamiken führen können: Jugendliche, die gezielt psychisch gebrochen werden. Die neben körperlichen Verletzungen erhebliche seelische Schäden erleiden. Wer hier nur von ‚Medienkompetenz‘ spricht, ohne konsequent zu handeln oder glaubt, Mecklenburg-Vorpommern sei davor gefeit, verkennt die Realität.
Wenn Risiken bekannt sind, Muster erkennbar werden und dennoch niemand den Gesamtblick hat, entsteht ein gefährlicher Graubereich. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen erfordert eine ganzheitliche Risikobetrachtung, die Informationen bündelt, fortschreibt und behördenübergreifend bewertet – auch dann, wenn strafrechtliche Eingriffe noch nicht möglich sind. Verantwortung endet nicht mit dem Abschluss eines Ermittlungsverfahrens. Sie beginnt dort, wo bekannte Risiken ernst genommen und strukturell adressiert werden.“