Die Einbürgerungen in Mecklenburg-Vorpommern erreichten im Jahr 2024 mit 1.842 eingebürgerten Personen einen langjährigen Höchststand. Mehr als ein Drittel aller Eingebürgerten sind Syrer. Sie sind die mit Abstand größte Gruppe. Die Staatsangehörigkeitsbehörden der Landkreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte verhängten zeitweise Antragsannahmestopps. Dies ergibt sich aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Dazu erklärt der migrationspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jan-Phillip Tadsen:
„Die 1.842 Einbürgerungen bedeuten einen Zuwachs von 13% gegenüber dem bereits hohen Vorjahreswert von 1.625 Einbürgerungen. Zum Vergleich: im Jahr 2014 gab es ganze 489 Einbürgerungen. Wir haben es mit einem regelrechten Ansturm auf die deutsche Staatsangehörigkeit zu tun. Zwei Landkreise mussten sogar die Annahme neuer Anträge aussetzen, weil sie nicht mehr hinterherkamen. Der Staat ist am Limit, weshalb wir dringend eine Reform brauchen, mit der die Hürden spürbar angehoben werden!
Bundesinnenministerin Nancy Faeser zog jüngst eine migrationspolitische Bilanz der Ampelregierung. Sie behauptete, durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts werde insbesondere ausländischen Fachkräften eine dauerhafte Perspektive in Deutschland geboten. Welche Fakten hierfür sprechen sollen, bleibt wohl ein Geheimnis aus der Berliner Regierungsblase. In einer Gesamtbetrachtung dürften diese Einbürgerungen eher für eine Verfestigung der Armutszuwanderung sprechen, woraus unserem Land kein Vorteil entsteht.
Eine Einbürgerung ist kein Selbstzweck. Sie kann nur der krönende Abschluss eines persönlichen Integrations- und Assimilationsprozesses sein. Es sind nur solche Einbürgerungen vorzunehmen, durch die das deutsche Gemeinwesen durch Hinzufügung eines loyalen Neubürgers gestärkt wird. Die Rechtslage und die Behördenpraxis werden diesem Ziel derzeit nicht gerecht. Die AfD-Fraktion tritt dafür ein, dass sich das ändert!“
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer ergänzt:
„Die derzeitige Praxis der schnellen und massenhaften Einbürgerungen wirkt zudem wie ein Magnet auf noch mehr Zuwanderung – gerade aus kulturell fernstehenden Regionen. Wer einmal in Deutschland angekommen ist, kann sich offenkundig darauf verlassen, binnen weniger Jahre nicht nur dauerhaften Aufenthalt, sondern gleich den vollen Zugang zu allen staatsbürgerlichen Rechten zu erhalten – inklusive Sozialleistungen, Familiennachzug und politischer Mitbestimmung.
Damit sendet Deutschland fatale Signale in die Herkunftsländer: ‚Kommt her, wir machen euch zu Deutschen – ganz ohne Gegenleistung.‘ Die Bundesregierung schafft so einen immensen Pull-Faktor, der die illegale Migration befeuert, anstatt sie zu begrenzen.“
Redaktioneller Hinweis:
Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: Antwort_KA_NK_JPT