AfD – Landtagsfraktion MV: +++ Lehrerstreik in MV: Respekt für Lehrkräfte, aber die Baustelle heißt Unterrichtsqualität, nicht nur Gehalt +++

Für den morgigen Mittwoch hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Mecklenburg-Vorpommern zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Unterrichtsausfälle sind nach Angaben der GEW zu erwarten, besonders an Grund-, Regional-, Förder- und beruflichen Schulen. Das Bildungsministerium verweist auf eine Notdienstvereinbarung zur Betreuung an Grund- und Förderschulen. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult:

„Lehrer verdienen Respekt. Jeden Tag! Sie tragen Verantwortung für unsere Kinder und damit für die Zukunft unseres Landes. Gerade deshalb darf Bildungspolitik nicht auf Tarifrituale und Schlagzeilen verengt werden. Der entscheidende Hebel ist nicht das Gehalt, sondern die Qualität und Verlässlichkeit des Unterrichts.

Bei allem Verständnis für den Unmut über stockende Verhandlungen: Das Lehrergehalt ist in Mecklenburg-Vorpommern nicht die Hauptbaustelle. Es kann als vergleichsweise komfortabel gelten; im Ländervergleich verdienen Lehrkräfte in MV mit am besten. Die GEW sollte kooperativ sein und nicht auf utopische Gehaltserhöhungen beharren.

Wer dauerhaft bessere Schule will, muss die Rahmenbedingungen so verändern, dass Lehrkräfte wieder vor allem eines leisten können – gut unterrichten.

Wir fordern eine konsequente Neuausrichtung der Bildungspolitik – weg von Symbolpolitik, hin zu Substanz: Guter Unterricht muss wieder die Hauptsache sein, mit klarer Priorität für Kernfächer, Leistungsorientierung und verlässliche Standards. Dazu gehört auch die Wiederherstellung der Einheit von Bildung und Erziehung. Zugleich gilt es, Lehrer von unterrichtsfremden Leistungen weiter zu entlasten: weniger Bürokratie, weniger Dokumentationspflichten, weniger ‚Projektitis‘, mehr Zeit für Kinder

und Unterrichtsvorbereitung.

Lehrkräfte brauchen Zeit für Muße und Erholung, für Lektüre und eigene Orientierung. Nur wer geistig auftanken kann, vermag auch freud- und gehaltvoll zu unterrichten. Ein Warnstreik trifft zuerst Familien und Schüler. Deshalb erwarten wir, dass alle Seiten rasch zu tragfähigen Lösungen kommen, ohne die Schule als Druckmittel zu missbrauchen. Die Landesregierung muss endlich liefern: weniger Verwaltung, mehr Unterricht, mehr Autorität für die Schule.“