Aktuell beträgt die Verfügbarkeit gigabitfähiger Glasfaseranschlüsse (FTTB/H) in Mecklenburg-Vorpommern 45,6 Prozent. Die Adress-Level-Abdeckung liegt bei 35,9 Prozent in städtischen Gemeinden, 38,0 Prozent in halbstädtischen und 30,0 Prozent in ländlichen Bereichen. In ländlichen Gebieten ist das Gefälle dramatisch: Während städtische Regionen eine Gigabit-Versorgung von etwa 36 Prozent erreichen, liegen ländliche Haushalte bei nur 30 Prozent – und trotz Fortschritten hinken sie weiter hinterher.* Dazu erklärt der digitalisierungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jens-Holger Schneider:

 „Ohne massive Beschleunigung bleibt die Digitalisierung ein Stadtphänomen und breite Nutzung unmöglich. Die Beschlüsse des IT-Planungsrats sind Schritte, die schon lange im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) hätten passieren sollen. Schön, dass Bund und Länder aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und hier endlich gemeinsame Grundlagen schaffen, um Verwaltungsprozesse effizienter, sicherer und bürgernäher zu gestalten. Aber warum erst jetzt?

Leider bleibt es bei salbungsvollen Ankündigungen und vagen Zielbildern. Anstatt mehr, besser und schneller umzusetzen, schieben wir Fristen in die Zukunft. Der Marktplatz der KI-Möglichkeiten startet im Dezember 2025, aber die Übernahme als Produkt des IT-Planungsrats erst zum 1. Januar 2027. Das ist wieder eine Verzögerung, die wir uns nicht leisten können. Alle noch so tollen Digitalvorhaben sind nutzlos, solange die technische Grundlage fehlt.“

 

*https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/Viel-Glasfaser-im-Norden-Wie-gut-ist-Ihre-Region-versorgt,glasfaser256.html