Die Wahl der Kandidaten für das Bundesverfassungsgericht, unter anderem die von Brosius-Gersdorf, wurde verschoben. Dazu erklärt der rechtspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Horst Förster:
„Jetzt sollen es die zupass kommenden Plagiatsvorwürfe richten, wofür die indiskutablen Positionen von Frau Brosius-Gersdorf nicht gereicht haben. Für die Union ist der Umgang mit der Personalie Brosius-Gersdorf ein Offenbarungseid und eine moralische Bankrotterklärung. Wer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dass einem Kind kurz vor der Geburt noch keine Menschenwürde zukomme und das Kind bei Aufhebung des § 218 StGB vollkommen schutzlos wäre, aber erst bei Plagiatsvorwürfen eine rote Linie sieht, stellt politische Machtspiele über den gesellschaftlichen Konsens.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig steht dem in nichts nach; sie rechtfertigt den Wahlvorschlag und wirft ihrerseits der Union eine Beschädigung des Ansehens des Bundesverfassungsgerichts vor. Dass das Bundesverfassungsgericht durch die Besetzung mit linken Aktivisten seiner Neutralität beraubt und mit seiner von niemandem kontrollierten Macht in die Lage versetzt wird, einer linken Republik den Weg zu ebnen, wird sie in ihrem Kampf gegen Rechts zu schätzen wissen. Auch bei ihr geht der Machterhalt dem Wohl des Landes vor.
Was wir heute erleben durften, ist ein zutiefst unwürdiger, das Vertrauen in den Rechtsstaat beschädigender Vorgang, der durch Verschiebung der Abstimmung nur noch schlimmer werden kann.“